In Grepolis läuft 2026 erneut ein besonderes Experiment: Bei den World Masters treffen erfahrene und erfolgreiche Spieler verschiedener Länder auf einer gemeinsamen internationalen Spielwelt aufeinander. Der Spezialserver ist nur per Einladung zugänglich und richtet sich gezielt an Veteranen des Strategiespiels.
Damit unterscheidet sich das Konzept deutlich von einer normalen neuen Grepolis-Welt. Statt möglichst viele neue Spieler anzulocken, soll bewusst eine besonders erfahrene Community gegeneinander antreten.
Wer darf bei den World Masters 2026 teilnehmen?
Nicht jeder Grepolis-Account erhält Zugang.
Qualifizieren konnten sich unter anderem Spieler, die bis zum 20. Juli 2026 in der Hall of Fame geführt wurden. Dabei berücksichtigt InnoGames gewonnene Welten aus den zurückliegenden fünf Jahren.
Zusätzlich erhalten Teilnehmer der World Masters 2025 erneut Zugang. Auch Spieler, die auf einer am 20. Juli noch laufenden Welt zu den Top 100 gehörten, konnten sich qualifizieren.
Die Einladung wird direkt über den jeweiligen Grepolis-Account vergeben.
Damit entsteht eine Spielwelt, auf der ein ungewöhnlich hoher Anteil erfahrener Spieler vertreten ist.
Weltgeschwindigkeit liegt bei 6
Auch die Einstellungen unterscheiden sich teilweise von normalen Welten.
Spiel-, Einheiten- und Handelsgeschwindigkeit liegen jeweils bei 6. Neue Spieler erhalten fünf Tage Anfängerschutz. Eine Allianz darf maximal 60 Mitglieder umfassen.
Als Eroberungssystem kommt Revolte zum Einsatz, während die Eroberungsdauer bei zehn Stunden liegt.
Auf einen Nachtbonus verzichtet InnoGames vollständig. Das ist bei einem internationalen Server nachvollziehbar, da die Teilnehmer in unterschiedlichen Zeitzonen leben.
Auch klassische Events wie bestimmte Glücksräder oder zeitlich begrenzte Nebenaktivitäten finden auf dem World-Masters-Server nicht statt.
Dadurch soll offenbar der eigentliche strategische Wettbewerb stärker im Vordergrund stehen.
Internationaler Wettbewerb statt nationaler Server
Besonders interessant ist die Zusammensetzung der Spielerschaft.
Grepolis wird normalerweise über unterschiedliche Sprach- und Marktversionen betrieben. Die World Masters führen Spieler aus diesen getrennten Communities zusammen.
Dadurch können etablierte Allianzen auf Gegner treffen, denen sie auf ihren normalen Servern nie begegnet wären.
InnoGames legt das Format dabei nicht ausdrücklich als Wettbewerb Land gegen Land oder Nation gegen Nation aus. Spieler können bekannte Bündnisse fortsetzen oder neue internationale Zusammenschlüsse bilden.
Gerade für ein Strategiespiel, das stark von Diplomatie, Kommunikation und langfristigen Bündnissen lebt, dürfte diese Mischung einen erheblichen Teil des Reizes ausmachen.
Besonderes Artefakt für die Gewinner
Auch die Belohnungen unterscheiden sich von normalen Welten.
Die Sieger können den Kelch des mythischen Zähmers erhalten. Das Artefakt reduziert die Rekrutierungskosten mythischer Einheiten um 0,5 Prozent pro Stufe.
Zusätzlich erhalten Gewinner ein besonderes Dekorationsbanner für die Darstellung ihrer Stadt auf der Weltkarte.
Interessant ist vor allem, dass Artefakt und Banner anschließend auf den verknüpften Account der ursprünglichen Spielversion übertragen werden können.
Der Erfolg auf dem Spezialserver bleibt damit nicht vollständig von der normalen Grepolis-Karriere getrennt.
Ein spannendes Format für ein altes Browsergame
Grepolis erschien bereits 2009. Trotzdem zeigt das World-Masters-Konzept, dass selbst ein etabliertes Browsergame noch neue Formen des Wettbewerbs ausprobieren kann.
Statt das Grundspiel künstlich umzubauen, verändert InnoGames vor allem die Rahmenbedingungen.
Wenn besonders aktive Spieler aus unterschiedlichen Communities auf einer gemeinsamen Welt landen, entstehen automatisch neue Bündnisse, Rivalitäten und Strategien.
Für Zuschauer und andere Grepolis-Spieler dürfte deshalb besonders interessant sein, welche Allianzen sich langfristig durchsetzen und ob bekannte Namen aus den verschiedenen Sprachversionen tatsächlich gemeinsam auftreten.
Die World Masters 2026 sind damit weniger ein klassisches Update als ein großer Stresstest für die erfahrensten Grepolis-Spieler – und gleichzeitig ein interessantes Beispiel dafür, wie ein fast zwei Jahrzehnte altes Browsergame seine Community weiterhin beschäftigen kann.
